![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Aus der Titanic-Rubrik Briefe an die Leser (01/2012) Eiverbibsch, Reinhard Boos! Sie sind sächsischer Verfassungsschutzpräsident, und Ihrer Behörde waren im Jahr 2000 doch glatt die Zwickauer Mordnazis durch die Lappen gegangen. Dafür konnten Sie jedoch mit einem wasserdichten Alibi aufwarten: »Ein Zugriff durch unsere Behörde ist generell nicht möglich, sondern kann nur durch die Polizei erfolgen.« Schön, Boos. Da gäbe es allerdings ein altbekanntes Geheimdienstmittel: Es nennt sich Personenüberwachung und hätte ermöglicht, die Delinquenten solange zu verfolgen, bis sich Polizisten für den Zugriff bereitgefunden hätten. Öfter mal Geheimdienstfilme gucken, ruhig auch ganz alte, rät: Titanic (12/2011) Liebe russische Nazis! Klar, Ihr marschiertet zum »Tag des Volkes« am 4. November wieder zu Tausenden für ein »Rußland nur für Russen«; aber warum tragt Ihr dabei immer Hakenkreuze? Wißt Ihr nicht, welchen Marsch Euch Euer Idol Hitler geblasen hätte, hätte er Rußland für die Deutschen eingenommen? Wie sehr müßt Ihr Euch selbst hassen! Und wie recht Ihr damit habt, weiß niemand besser als Titanic Jesus Maria, Weltbild-Verlagsgruppe! Nur weil Du als einer der größten deutschen Buchhändler zufällig der katholischen Kirche gehörst, mußtest Du Dir wegen Deines Angebots jetzt viel Häßliches vorwerfen lassen: »Weltbild-Verlag: Katholische Kirche macht mit Pornos ein Vermögen« (»Welt Online«), »Pornos aus dem Kirchenverlag« (Kölner Express), »Verbreitung von Sexbüchern, Gewaltverherrlichung, Esoterik, Magie und Satanismus« (»Berliner Morgenpost Online«). Aber weshalb, Weltbild Verlagsgruppe, verteidigst Du Dich mit dem müden Hinweis, solche Titel entstammten lediglich dem Großhandelsangebot des deutschen Buchhandels und würden deshalb auf Kundenwunsch geliefert? Warum nicht offensiv: Mit Sex- und Gewaltexzessen, Esoterik, Magie und Satanismus kennt sich seit jeher niemand besser aus als die katholische Kirche, weshalb diese Themen selbstredend ins Portfolio ihres Buchhandels gehören! Hau rein: Titanic (11/2011) Welt-Anti-Doping-Agentur! Das ist sehr aufmerksam von Dir, daß Du das Rauchen unter Dopingverdacht stellst und Nikotin ab nächstem Jahr wegen seiner leistungssteigernden Wirkung beobachten willst. Welche Sportarten hast Du denn besonders im Auge? Extrembergsteigen? Triathlon? Oder vielleicht doch eher Poker? Fragt mit sportlichem Gruß: Titanic (10/2011) Aber jetzt doch noch mal, Bleibtreu! In dem aktuellen Film »Mein bester Feind« mimen Sie einen Juden, der sich per Uniform als SS-Mann tarnt. Gegenüber Stern.de wußten Sie deshalb, warum die Faschos nicht ohne fesche Waffenröcke auskamen: »Diese Uniformen hatten ja irgendwie einen ziemlichen Schick. Diese Schweine hatten schon ein extremes Gespür für Look, für gutes Aussehen.« Diese Schweine! »Und das ist natürlich auch einer der Gründe gewesen, wie man wahnsinnig viele Leute verführen konnte.« Wie raffiniert, Bleibtreu! Und: netter Versuch. Aber Uniform hin oder her - uns kriegen Sie trotzdem nicht! Mit antifaschistischen Grüßen: Titanic (09/2011) Hey, Kochbar.de! Dein Rezept für »Hähncheninnenfilets« klingt ja sehr geschlechtsausgewogen, aber warum dann ausgerechnet mit »Stangenspargel«? Ach, da nimmt man den aus der Dose? Darauf einen Eierlikör: Titanic (07/2011) Hellmut Königshaus (FDP)! Als Wehrbeauftragter des Bundestags erklärten Sie gegenüber dem Intelligenzblatt Cicero, in welcher Form die Bundeswehr ihr Rekrutennachschubproblem lösen kann, nämlich als »Vorreiter auf dem Arbeitsmarkt, der deutlich macht, wie sich Potentiale in Bevölkerungsgruppen ausschöpfen lassen, an die bisher nicht oder viel zu wenig gedacht wurde«. Und so dachten Sie mit einem Mal an Gruppen, an die Ihre Partei sonst nicht so viel denkt, an Türken, Araber und Balkanesen, weil »Menschen mit Migrationshintergrund den Dienst bei der Bundeswehr durchaus als Chance für Integration und außerdem eine langfristige Beschäftigung sehen.« Völlig richtig, Königshaus! Ist doch die Krönung der Integration der Heldentod fürs neue Vaterland. Und der perfekt assimilierte Soldat findet hernach jahrzehntelang Beschäftigung, indem er langsam zu deutscher Erde mutiert. Voller Kanonenfutterneid: Titanic (06/2011) Liebe Berliner Zivilpolizisten, wenn Euch neuerdings Eure uniformierten Kollegen auf Demos mit Pfefferspray, Reizgas und Schlägen mit dem Quarzsandhandschuh eindecken, wie jüngst am 1. Mai, wie nennt man das dann? Berufsrisiko? Friendly flogging? Oder einfach Tarnungsmaßnahme? Wäre in diesem Fall die Tarnung aber nicht noch besser, wenn Ihr die unbekannten Kollegen nicht verklagtet, sondern kräftig zurückschlüget? Dann könnten nämlich unbehelligt demonstrieren: Eure Konfliktberater von der Titanic (05/2011) Bon, Christian Wulff! Sauber gedacht und präsidial reagiert: »Ich möchte den Kontakt zu den Bürgern haben. Das setzt voraus, daß man auch einmal von einem Ei getroffen wird.« Womit also der von Ihnen gewünschte Bürgerkontakt zwangsläufig über geworfene Eier führt. Wird es sich merken: Titanic (04/2011) Liebe »Taz«! Gut gemerkt und fein differenziert: »Über 260 Busse konnte allein das zivilgesellschaftliche Bündnis Dresden Nazifrei mobilisieren, die am Samstag aus allen Teilen Deutschlands und auch aus dem europäischen Ausland in Sachsen eintreffen sollen. Darin sitzen Gewerkschafter, Parteifunktionäre und Antifaschisten. Darin sitzen aber auch Tausende friedliche Demonstranten, die sich am Samstag den Neonazis friedfertig in den Weg stellen wollen.« Und so haben die berüchtigten Prügelkommandos von Gewerkschaften und Parteien dann ja auch wieder zünftig randaliert. Im Unterschied zu den friedlichen Demonstranten von der Titanic Liebe Medien! Was habt Ihr nicht wieder alles zur Karnevalszeit gemeldet: »Nun regieren die Narren« (Oberbayrisches Volksblatt), »Narren in der Kirche« (Stuttgarter Nachrichten), »Narren im Dschungel« (Schwarzwälder Bote) oder gar »Echte Narren besuchen Merkel im Kanzleramt« (Hamburger Abendblatt). Aber sagt mal, Medien, ist das denn nicht das ganze Jahr über so? Tusch! Titanic (02/2011) Norbert Geis! Als immer noch amtierender Chefreaktionär der CSU hetzen Sie in Ihrem monatlichen »Brief aus Berlin« gegen alles und jeden links von Pinochet. So analysieren Sie die Politik der SPD: »Kein Konzept, keine Wähler, kein Ausweg: So steht die SPD derzeit da. Kein Niveau, kein Niveau, kein Niveau: Durch eine solche Politik will sie von den ersten drei Problemen ablenken.« Eine solche Politik? Die bereits dadurch hinreichend charakterisiert ist, daß sie gleich dreimal kein Niveau besitzt? Geis, von welchem Problem wollen Sie mit diesem Argumentationsnihilismus ablenken? Daß Ihr Parteichef Seehofer die Konzepte schneller wechselt als seine Lederhosen? Oder daß Konzepte wie das des vorgestrigen Erzkonservativen noch mal besonders laut poltern, ehe sie aussterben? Wie wäre es denn, wenn Sie einfach mal die Reihenfolge umdrehten? Abschiedsgruß, Abschiedsgruß, Abschiedsgruß: Titanic (01/2011) Liebe Charlotte Roche! Ein unmoralisches Angebot zu einem moralischen machen zu wollen, indem man es an ein hehres Anliegen koppelt, ist ja ein beliebter Trick von Aufmerksamkeitssüchtigen wie Ihnen. Aber wenn Sie Bundespräsident Wulff via Spiegel anbieten, ihm beizuschlafen, falls er das Gesetz für längere AKW-Laufzeiten nicht unterschreibe - ähm, wie sollen wir's Ihnen nur schonend beibringen? Also gut, Frau Roche: Haben Sie ihn damit nicht geradezu zur Unterschrift gezwungen? Zurück ins, hüstel, zweite Glied! Titanic Club Arteum (Dresden)! Wie? Männer und Frauen zusammen auf einer Tanzparty? Gibt's nicht! Bei Dir seit neuestem doch: »NIGHT OF THE WOMEN meets NIGHT OF THE MEN«! Wow! Klingt nach einem genialen Konzept. Bis es sich bewährt hat, bleibt allerdings erst mal in der Unisex-Kneipe hocken: Titanic (12/2010) Und noch mal, Seehofer! Einverstanden, die Diskussion um die Einführung der 40-Prozent-Frauenquote für Führungspositionen war »die beste in der Geschichte der CSU«. Solche schönen Diskussionen wünschen wir Ihnen noch viele, auf dem Weg zur 40-Prozent-Partei und darunter hinaus: Titanic Liebe Kreditkartenbetrüger! Ihr mailt neuerdings folgendes: »Ihre Kreditkarte wurde ausgesetzt, weil wir ein Problem festgestellt, auf Ihrem Konto. Wir haben zu bestimmen, dass jemand Ihre Karte ohne Ihre Erlaubnis verwendet haben. Für Ihren Schutz haben wir Ihre Kreditkarte aufgehangen. Um diese Suspension aufzuheben Klicken Sie hier und folgen Sie den Staat zur Aktualisierung der Informationen in Ihrer Kreditkarte.« So weit, so logisch. Aber warum, bitteschön, sollten wir in dieser Angelegenheit den Staat bemühen? Dem trauen wir nämlich nicht! Follows the state of your translation: Titanic (11/2010) Gott zum Gruße, Weihbischof Jaschke! Zur christlich-deutschen Leitkultur ließen Sie sich anläßlich des Integrationsstreits vom Kölner »Domradio« befragen und wußten prompt: »Wir sind über 60 Prozent Christen in unserem Land, wir haben eine Kultur, auf der wir aufbauen, ein Boden für unser Recht und unsere Sittlichkeit, das kann nicht einfach so weggewischt werden.« Wenn Sie damit auf das seit jeher prekäre Verhältnis Ihres Katholizismus zur Sittlichkeit anspielen, haben Sie natürlich vollauf recht, Hochwürden; und auch das Wegwischen der entsprechenden Sünden beherrscht Ihre Religion ja besser als das Muselmanentum. Andererseits, Exzellenz, sind es eben diese Islami, die in unserem Land überproportional häufig für einen saubergeputzten Boden sorgen. Und damit pflegen sie doch eindeutig das Deutschtum! Reinigende Grüße mit dem Weihwassersprengel sendet: Titanic (10/2010) Frauenförderung, Commerzbank, braucht ja einiges an sprachlicher Verve, um in der Geschäftswelt, wo die Männer den Hut aufhaben, Gehör zu finden. Wie aber dürfen wir es verstehen, wenn Du Dein »Karriere-Event WomenUp2010« mit folgender Frage anpreist: »Suchst Du den perfekten Aufschlag für Deine Karriere?« Daß frau ihre Karriere bei Dir besonders effektiv in den Sand setzt? Daß so ein Aufschlag stärker schmerzt, wenn der Fall von weit oben erfolgt? Bleibt lieber auf dem Teppich: Titanic Verehrter Henryk M. Broder! Im Tagesspiegel deckten Sie auf, wie unsinnig die Datenschutzbedenken gegen Google Street View sind: »Es sind nicht Menschen, deren Privatsphäre verletzt wird, sondern Häuser beziehungsweise Häuserfassaden.« Die zahlreichen Proteste seien demnach nicht nur unsinnig, sondern geradezu absurd: »Das ist so absurd, als würde Amnesty International oder Human Rights Watch gegen den Abriß von Gebäuden protestieren, die zu alt und zu baufällig sind, um sich selbst zur Wehr setzen zu können.« Völlig zu Recht gossen Sie deshalb einigen Spott über die protestierenden Hysteriker: »Und jetzt kommt Google! Wie Godzilla aus der Tiefe des Meeres, und bedroht unsere Idylle. Die Margeriten im Garten lassen die Köpfe hängen, die Hortensien hören auf zu blühen. Der Hund wird depressiv und der Kuchen geht nicht auf, weil Oma statt Backpulver Kukident in den Teig getan hat. Aber an unsere Hausfassade lassen wir keinen ran! Wir werden sie bis zum letzten Mauerbrösel verteidigen!« Trefflich formuliert, altes Haus! Jetzt haben wir nur noch einen Wunsch: Gucken Sie doch mal samt Hund, Kuchen und einer Packung Kukident depressiv aus dem Fenster auf Ihre Hortensien und warten, bis Godzilla kommt. Wie das aussieht, sehen Sie demnächst vielleicht im Internet. Aber sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt! Immer Ihre Titanic (09/2010) Karl-Heinz Rummenigge! Die Schmutzaffäre um Ihren Angestellten Franck Ribéry und eine minderjährige Gewerbsmäßige versuchten Sie mit einer Ihrer gewohnt stilsicheren Platitüden zu parieren: »Ich glaube, das ist eine politisch motivierte Geschichte wegen des schlechten Abschneidens der französischen Nationalmannschaft bei der WM. Ribéry soll zum Sündenbock gemacht werden.« Bock und Sünde, nun gut, aber dann noch Abschneiden? Ob Sie Ihren Schützling damit aus der, hüstel, Schußlinie nehmen? Würde an Ribérys Stelle zum Betriebsrat gehen: Titanic (08/2010) Peter Hahne! Wir wußten ja, daß auf der Seele eines aufrechten Protestanten wie Ihnen die ewig freudlose Pein von Schuld und Sühne lastet, und wir sehen genauso ein, daß es Schwerstarbeit ist, jahrzehntelang die eigene Löblichkeit massentauglich und ohne jede Ironie und Wut auf den Irrsinn dieser Welt in Büchern und im TV ins Rampenlicht zu stellen, wo Sie uns neuerdings durch Ihre pietistische Penetranz einen weiteren Grund liefern, am Sonntagmittag die Glotze ausgeschaltet zu lassen. Wir nehmen Ihnen deshalb sogar ab, daß Sie unter schmerzvollem Gewissensringen den Leitspruch auf Ihrer »persönlichen Seite« im Netz selbst erdacht haben: »Meine Lebenslast ist Gottes Chefsache«. Gleichwohl, Hahne: Glauben Sie wirklich, daß der Gott, der dieses leuchtende Universum mit 100 x 10^9 Galaxien und 70 x 10^21 Sternen hingestellt hat, die Luxussorgen einer unterdurchschnittlich hellen Birne auf einem marginalen Planeten eines peripheren Sonnensystems zur Chefsache macht? Andererseits: Schon sein minimales Einschreiten könnte einem Glühwürmchen wie Ihnen die Lebenslast nehmen und im Gegenzug hienieden ein kleines Freudenfeuer verursachen. Wie wär's? Mit gutem Draht nach oben: Titanic Verehrte Schönheitschirurgen! Wir wollten mal nachfragen, wie es Euch so geht und wie es um Eure Pfründe bestellt ist, wo Lidl gerade für 19,99 Euro den »Körper- und Haartrimmer« von Remington auf den Markt geworfen hat. Sammelt schon mal das Abgetrennte für Euren Unterhalt: Titanic (07/2010) Bahn! Daß die Fahrt in Deinem EC am ersten Junisonntag zwischen Berlin und Dresden insgesamt dreimal wegen »Unwetterschäden«, einer »Weichenstörung« bzw. gar »hoher Verkehrsdichte« ausgebremst wurde, wir uns bei der Hitze in dem frischluftfreien Zug nichts zu trinken kaufen konnten, weil der Speisewagen fehlte, und sich anschließend Dein »Reisezentrum« außerstande sah, die versprochene Verspätungsbestätigung auszustellen: Schwamm drüber. Aber daß Du neben diesen Pannen mit der stoisch wiederholten Durchsage »Wir entschuldigen die Verzögerung« auch gleich selbst für Vergebung unsererseits sorgen wolltest, das, Bahn, lassen wir Dir dann doch nicht durchgehen! Unversöhnlich: Titanic »Hells Angels«! Nachdem der Bandenzank Eurer Motorrad- und Rotlichtbande mit den »Bandidos« die Öffentlichkeit gründlich erschreckt hatte und die konservativen Politiker Euch folglich ans Leder wollten, grifft Ihr zu dem alten Trick von Helmut Kohl und ließt Euren Sprecher Frank Hanebuth im Stern etwas widerlegen, das überhaupt nicht zur Debatte steht: »Die halten uns für besonders schlau. Aber ganz ehrlich: So schlau sind wir gar nicht.« Ist klar, Höllenengel, denn fürs Schlausein habt Ihr schließlich Eure prallgefüllte Zuhälterkasse bzw. die daraus bezahlten Anwälte, gell? Hält sich von Euren Puffs fern, aber ganz ehrlich: Titanic Großartig auch, Nikolaus Schneider, wie Sie als designierter EKD-Boß und Käßmanns Nachfolger auf dem Kirchentag die Position Ihres stets revolutionären Protestantenvereins zum Welthunger formulierten: »Die Hungernden sollen gesättigt werden - aber ohne daß wir Reichen dafür hungern. Die Schwachen sollen mitreden, aber ohne daß wir Starken den Mund halten.« Da geben wir Ihnen völlig Recht, Schneider, denn das mit den Reichen, die die Armen sein werden, gilt schließlich erst für den Himmel. Und solange Starke wie Sie was zu kauen haben, ist wenigstens das Sprechorgan abgelenkt. Wünscht weiter besten Appetit: Titanic Was aber, Peter Boudgoust, könnten Sie wohl gemeint haben, da Sie als ARD-Vorsitzender anläßlich der Verpflichtung Günther Jauchs für das sonntagabendliche Politgeseier Ihres Ersten der Presse kundtaten: »Wir bieten dem Großmeister der journalistischen Unterhaltung ein Programmumfeld, das seinen Fähigkeiten entspricht.« Daß Jauch mit seinem stumpfbissigen und grundsaturierten Gelaber hervorragend zum Umfeld der senilen Dame ARD paßt? Daß Jauchs schlaffördernde Unterhaltung, sein haltungsfreier Journalismus und überhaupt seine Durchschnittskompatibilität gerade bei Euch in der ARD als große Meisterschaft durchgehen? Oder daß sich Jauch bei RTL bereits dermaßen die Birne leergefaselt hat, daß seine Fähigkeiten als Harmlos-Souffleur der immer gleichen Politnasen sogar die lästigen Parteienvertreter im Rundfunkrat wegdämmern lassen werden? Schnarcht jetzt schon in der ersten Reihe: Titanic (02/2010) Cindy aus Marzahn! Während irgendeiner RTL-Comedy-Attacke auf den Restverstand der Republik kam die sinnige Frage auf, wie wohl Türken Weihnachten feierten. Da warf Ihr Bruder im Ungeiste Atze Schröder die Alternative »Beschneidungsfest« in die Runde, woraufhin Sie sich, Frau aus Marzahn, dahingehend offenbarten, daß Ihnen weder diese Tradition noch der Brauch der Beschneidung an sich bekannt sei; und damit nicht genug, dozierten Sie als fleischgewordene Humorverirrung mit stiftbreit gespreizten Fingern über Schrumpfpenisse und qua Operation noch viel kleiner werdende Zipfelchen. Die physiologische Aufklärung, C. aus M., was da genau abgeschnitten bzw. kürzer wird, sparen wir uns. Nur zwei klitzekleine Hinweise an Sie: Wenn's unter die Haut geht, schneidet man sich leicht ins eigene Fleisch. Und da Sie eh nur eine auf Sexismus gründende Quatschfigur im Schwellkörper sind: Wenn man von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, klappt's auch mit der Größe nicht! Ihre aufmerkenden Pimmelmänner von der Titanic Ältere Briefe | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
- Rezeption - Autor - Rezensionen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||